»In Wachs gebadet — Asche, Russ, Textschredder & Co« — Bilder von Volkmar Köhler

START INS JUBILÄUMSJAHR

»Die Galerie als Auslaufmodell« titelte die KUNSTZEITUNG, die in einer Auflage von 200.000 Exemplaren erscheint, ihren Aufmacher auf Seite 1 der aktuellen Ausgabe für Dezember 2021/Januar 2022. Nun, die gute Nachricht für uns ist: Wir fühlen uns von dieser Prognose nicht betroffen, kann die Rathaus Galerie Hoppegarten in diesem Jahr doch ihr zehnjähriges Jubiläum feiern. Und diese ehrenamtlich geleitete Einrichtung wird es auch weiterhin geben!

Unser großes kulturelles Abenteuer begann übrigens am 3. Dezember 2012 mit der Ausstellung »Lokalkolorit« von Gabriele Stolze. Sie hat nicht nur die Künstlergruppe mach art im Hönower Bürger-Verein gegründet, sondern leitet seitdem auch dieses Projekt, das zu keinem Zeitpunkt infrage stand. Die Galerie hat sich inzwischen längst auch überregional einen guten Ruf sowohl bei den bildenden Künstlern als auch Besuchern erworben. Und dafür es gibt es mindestens vier Gründe:

Dem inhaltlichen Konzept der jährlichen vier Expositionen – Künstler der Region, Fotografie, Karikatur und NACHLESE zum Brandenburgischen Kunstpreis – sind wir über die Jahre treu geblieben.

Unsere Ausstellungen sind als echte Förderung für KünstlerInnen, vor allem im Raum Berlin-Brandenburg, zu verstehen, denn bei einem Verkauf der Werke erhalten diese den kompletten Erlös!

Von Anfang an haben wir in der Sparkasse Märkisch-Oderland auch einen mehr als verlässlichen Partner, der uns entsprechend finanziell unter- stützt.

Nicht zuletzt sind unsere Ausstellungsangebote an die Besucher als Einladungen zu verstehen, durch Begegnungen mit Malern, Grafikern, Karikaturisten, Bildhauern und Fotografen eine echte persönliche Bereicherung emotional bewusst zu erleben.

Mit der aktuellen Bilderschau von Volkmar Köhler – es ist in der Galerie-Chronik die inzwischen 39. Ausstellung – wird unser Jahresprogramm – wie stets – von einem regionalen Künstler eröffnet.

Am 1. April 2020 hat er sich in Müncheberg niedergelassen und ist in der Kürze der Zeit in Märkisch-Oderland längst heimisch geworden und angekommen. Dass liegt sicherlich daran, das der »Zugezogene« aus dem Raum Heilbronn mit seiner Kunst&Literaturwerkstatt das Kunst- und Kulturleben der Stadt mit ungewöhnlichen Aktionen belebt. Als freischaffender Künstler und aktiver Netzwerker hat er von Anfang an Kontakte geknüpft, weil er einer ist, »der seit Jahrzehnten Kunst als wichtigen Bestandteil im gesellschaftlichen Miteinander versteht«, wie es in der Märkischen Oderzeitung vom 24. März 2021 zu lesen war.

Im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit dem benachbarten Haus der Generationen möchten wir deshalb gern interessierte Hoppegartener zu einem Künstlergespräch mit Volkmar Köhler einladen. Seine Ausstellung in der Rathaus Galerie sowie der von ihm verfasste Text »Das Gelenkte und das Gebändigte« für dieses Begleitheft sind ganz sicher dafür Anregung genug. Also: Nutzen wir doch gemeinsam diese Chance!

Dr. Gabriele und Raymund Stolze
Hoppegarten, im Februar 2022