„SUGAR & ZINT“

Ein experimentelles fotografisches Tagebuch [2009-2015] über den Schauspieler Gerdy Zint von Alexander Janetzko

SO SEHE ICH DAS…
In der offenen Serie werden die fließenden Übergänge zwischen der Lebens- und Arbeitswelt beleuchtet – auf dem Filmset, im Badezimmer, fliegend durch eine Telefonzelle oder in einem Flur. Der Protagonist in seiner markanten Statur läuft aus der Rolle, schillert in seiner Persönlichkeit und zeigt multiple Identitäten, Räume und Wirklichkeiten. Ist es Dokument, Inszenierung, Performance, filmische Wirklichkeit, skurril-groteske Situationskomik oder privater Alltag? Es bleibt unklar. Vielschichtig greift alles ineinander und es vereinen sich dokumentarische und künstlerische Aspekte.

Alexander Janetzko im März 2015

Janetzkos Kamera nimmt Mensch[en] und Geschehen immer nahe ins Visier, ohne je die Distanz zu verlieren, voyeuristisch zu werden oder gar zu diffamieren. Der Fotograf befindet sich immer auf Augenhöhe mit dem Fotografierten [und umgekehrt selbstredend auch]. Wenn beispielsweise Zint physisch oder sinnbildlich in die Knie geht, vollziehen Janetzko und seine Kamera die Bewegung ebenfalls.

Ulrike Kremeier, Direktorin des Kunstmuseums Dieselkraftwerk Cottbus, in ihrem Essay Sugar & Zint ODER Die Provokation der Realität[en] (1).

(1) Der Bildband Sugar & Zint ist 2014 in der von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung geförderten Katalogedition Signifikante Signaturen im Sandstein Verlag Dresden erschienen.